Betriebskontinuitätsmanagement (BKM; englisch business continuity management (BCM)) bezeichnet in der Betriebswirtschaftslehre die Entwicklung von Strategien, Plänen und Handlungen, um Tätigkeiten oder Prozesse – deren Unterbrechung der Organisation ernsthafte Schäden oder vernichtende Verluste zufügen würden – zu schützen bzw. alternative Abläufe zu ermöglichen.
Ziel ist somit die Sicherstellung des Fortbestands des Unternehmens im Sinne ökonomischer Nachhaltigkeit im Angesicht von Risiken mit hohem Schadensausmaß.
BKM bezeichnet zusammenfassend eine Managementmethode, die anhand eines Lebenszyklus-Modells die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter Krisenbedingungen oder zumindest unvorhersehbar erschwerten Bedingungen absichert.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebliches_Kontinuitätsmanagement)

 

Methodik

Das BCM-Vorgehensmodell orientiert sich bei der Vorbereitung, Umsetzung und Implementierung aller notwendigen Maßnahmen an dem PDCA-Modell des internationalen Standards ISO 22301.

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Nachfolgend ein Überblick, wie sich die einzelnen Phasen des BCM Prozesses anhand des PDCA-Modells untergliedern.

Planen und Einführen (Plan)

Einführen von Leitlinien, Zielsetzungen, Prozessen, Methoden, Verfahren und Kontrollen. Hierzu werden vom zuständigen BCM-Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit der Projektorganisation ein entsprechendes Arbeitspaket erarbeitet welche die Anforderungen wiederspiegelt.

  • BCM Organisation
  • BCM Leitlinie (BCM Policy)
  • BCM Rahmenwerk (BCM Framework)
  • BCM Verfahren, Methoden und Dokumentationen
Umsetzen und Betreiben (Do)

Umsetzen und Ausführen der Leitlinien, Kontrollen, Prozesse und Verfahren.

  • Durchführen einer Gap Analysis (GapA)
  • Durchführen einer Business Impact Analysis (BIA)
  • Definieren einer BCM Strategie
  • Definieren und Umsetzen von präventiven und reaktiven Maßnahmen
  • Entwickeln und Aktualisieren der BCM Dokumentationen, insbesondere Eskalations-, Alarmierungs-, Krisenmanagement- und Notfallhandbücher
Überwachen und Überprüfen (Check)

Überwachen und Überprüfen der umgesetzten Maßnahmen in Bezug auf die definierten Leitlinien, Zielsetzungen, und Ergebnisse. Festlegung und Autorisierung von Maßnahmen zur Korrektur und Verbesserung.

  • Schulung, Sensibilisierung und Übungen/Tests
  • Überprüfungen (Reviews, Audits)
  • Abstimmung/Planung von Notfallübungen
  • Abstimmung/Planung/ Durchführung von Alarmierungs- und Krisenmanagementübungen
Aufrechterhalten und Verbessern (Act)

Aufrechterhalten und Verbessern des BCM durch die Ausführung von Korrekturmaßnahmen auf Grundlage der Ergebnisse der Überprüfung, sowie Aktualisierung des Anwendungsbereichs des BCM sowie der Leitlinien und Zielsetzungen.

  • Führen und Pflege von Maßnahme-Listen
  • Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen, zur Anpassung an veränderte Bedingungen
  • Aktualisierung / Anpassung der BCM Strategie
  • Aktualisierung / Anpassung der BCM Dokumentation, insbesondere Eskalations-, Alarmierungs-, Krisenmanagement- und Notfallhandbücher

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Ihr Nutzen

Ihr Unternehmen / Ihre Organisation wird somit bestens auf unvorhergesehene, schwerwiegende Vorfälle vorbereitet und vor umfangreichen Schäden geschützt.

  • Der Anwendungsbereich ist definiert, abgestimmt und verabschiedet.
  • Die BCM Organisation ist definiert und die Rollen sind hinsichtlich Aufgaben, Zuständigkeit, Verantwortlichkeit und Kompetenz beschrieben.
  • Die Schnittstellen zu anderen Managementsystemen sind identifiziert und definiert.
  • Wiederanlaufanforderungen wie Recovery Time Obejetives (RTO), Recovery Point Objectives (RPO) und Maximum Tolerable Period of Disruption (MTPD) sind bekannt.
  • Präventivmaßnahmen zur Risikominimierung sind umgesetzt.
  • Reaktive Maßnahmen auf schwerwiegende Vorfälle (Krisensituationen) sind definiert, bekannt, geschult und getestet.
  • Tests- und Übungsverfahren sind etabliert und geplant.
  • Reviewprozesse sind etabliert.